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Hochdruckreiniger Sandstrahlen: Benötigte Utensilien | Anleitung | Beliebteste Aufsätze + Strahlmittel

Grillreinigung mit einem Hochdruckreiniger Sandstrahlen

Möchten Sie Oberflächen von losen und festen Ablagerungen zuverlässig säubern, dann bietet sich das Sandstrahlen förmlich an. Sie müssen dabei aber kein industrielles Sandstrahlgerät einsetzen.

 

Diesbezüglich möchten wir Ihnen hier das Sandstrahlen mit einem Hochdruckreiniger etwas näherbringen. Ein Hochdruckreiniger kann sehr gut mit einem Strahlmittel betrieben werden.

 

Erfahren Sie, welche Komponenten Sie benötigen, was die Unterschiede zwischen Sand- und Nassstrahlen sind und wofür Sie einen solch aufgerüsteten Hochdruckreiniger verwenden können.


Die benötigten Utensilien

zum Hochdruckreiniger Sandstrahlen / Nassstrahlen


Zunächst sollten Sie sich um einen soliden und hochwertigen Hochdruckreiniger kümmern.

 

Es gibt viele Markenhersteller, wie zum Beispiel Kärcher, Nilfisk, Scheppach, Einhell, Bosch etc., welche sich für die unterschiedlichsten Reinigungsaufgaben eignen.

 

Bei der Auswahl sollten Sie jedoch auf einen hohen Arbeitsdruck von wenigstens 110 bar achten.

 

Ebenso wird empfohlen, einen Hochdruckreiniger mit einer Förderleistung zwischen 360 und 500 l/h zu wählen.

 

Sie benötigen:


  • Empfohlen Hochdruckreiniger mit 420 l/h & 110 bar
  • Passender Sandstrahlaufsatz zum Hochdruckreiniger (Achten Sie auf die min. Leistungsangabe)
  • Strahlmittel passend zum Sandstrahlaufsatz (Größe der Körnung)
  • Passende Schutzausrüstung / Unbedingt Gesichts und Augenschutz!

 

Besonders wichtig ist natürlich der Sandstrahlaufsatz. Diese Komponente gibt es entweder vom selben Hersteller des Hochdruckreinigers oder von diversen Drittanbieter.

 

Sie sollten jedoch darauf achten, dass der Aufsatz auch für Ihren Hochdruckreiniger konzipiert ist. Beim Kauf des Sandstrahlaufsatzes kommt es jedoch auf die Körnung an, welche mit dem Aufsatz verwendet werden kann.

 

Zum Sandstrahlen wird quasi nur ein Aufsatz und ein Strahlmittel benötigt.

Hier sollten Sie wieder auf den Arbeitsdruck in bar sowie auf die Fördermenge in l/h achten. Nur wenn die Angaben des Strahlaufsatzes mit denen des Hochdruckreinigers übereinstimmen oder im Rahmen bleiben, können Sie effizient damti arbeiten.

 

Als weiteres Zubehör benötigen Sie natürlich noch das eigentliche Strahlmittel. Sie können hier zwischen einer Körnung von 0,2 und 0,8 mm wählen. Greifen Sie am Anfang lieber zu den grobkörnigen Strahlmitteln mit 0,8 mm.

 

Diese gibt es schon günstig im Baumarkt zu kaufen. Ansonsten kann im Grund jedes normale Sandstrahlmittel verwendet werden.

 

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Anleitung:

zum Sandstrahlen mit einem Hochdruckreingier


 

Schritt 1: Kontrolle & Schutzkleidung


Checken Sie zuerst ob der Hochdruckreiniger einsatzbereit ist. Kontrollieren Sie den Hochdruckschlauch auf Schäden und stellen Sie den Hochdruckreiniger wie gewohnt auf.

 

Zudem legen Sie die benötigte Schutzkleidung für das Nassstrahlen an. Darunter zählen Schutzhandschuhe, Schutzstiefel und unbedingt einen Gesichts / Augenschutz!

 

Schritt 2: Montieren des Sandstrahlaufsatzes


Montieren Sie den Sandstrahlaufsatz an der Hochdruckreiniger Lanze. Stecken Sie zudem den „Sandansauger“ in den Behälter wo sich das Strahlmittel befindet. Dann kann es auch schon losgehen. 

 


Das Strahlmittel zum Nassstrahlen


Nachdem Sie Ihren Hochdruckreiniger vorbereitet haben, können Sie mit den Nassstrahlen beginnen. Neben dem vorgenannten grobkörnigen Granatsand gibt es noch viele weitere Strahlmittel, die für unterschiedliche Oberflächen konzipiert sind.

 

Es ist daher wichtig, sich mit diesen Materialien etwas näher auseinanderzusetzen. Sie müssen bei Strahlmittel auf die Härte, Korngröße und Form achten.

 

Die Härte


Ein hartes Strahlgut sorgt mit ausreichend hohem Druck für einen höheren Materialabtrag. Die zu bearbeitende Oberfläche wird stärker aufgeraut. Für die Härte gibt es eine sogenannte Mohs- bzw. Rockwellskala, an die Sie sich orientieren können.

 

 

Glasperlen sind besonders schonend in der Reinigung.

Die Korngröße


Je größer der Durchmesser eines Strahlgutkorns ist, umso höher ist auch die Aufprallkraft auf die zu bearbeitende Oberfläche. Es ist wichtig, dass ein Strahlgut immer derselben Korngröße entspricht, damit eine gleichmäßige Abtragung und Aufrauung der Oberfläche erzielt wird.

 

Die Form


Ein wichtiges Unterscheidungskriterium ist die Form des Strahlgutes. Eine runde Körnung erzeugt einen effizienten Reinigungseffekt über die gesamte Oberfläche. Die Oberfläche wird dabei nicht sonderlich beschädigt oder angegriffen.

 

Eine scharfkantige, splitterige Körnung hat einen schneidenden bzw. schabenden Reinigungseffekt. Die Materialoberfläche wird tiefergehend aufgeraut. Dies kann erwünscht sein, wenn die Oberfläche als Haftgrund vorbereitet werden soll.

 

Eine kompakte, kantige oder kantengerundete Körnung erreicht eine schabende und gleichzeitig glättende Reinigungswirkung. Die Oberfläche wird nicht so tief aufgeraut.

 


Die beliebtesten Strahlmittel


Es gibt sehr viele unterschiedliche Strahlmittel, angefangen von Aluminium, Drahtkorn über Edelkorund, Polycarbonat bis hin zu Stahlguss. Am beliebtesten werden jedoch beim Nassschleifen: Kupferschlacke, Aluminium und Glasperlen eingesetzt.

 

Kupferschlacke


Kupferschlacke erreicht eine mittlere Härte und ist überaus scharfkantig. Damit wird eine gute Materialabtragung erreicht. Sie eignet sich sehr gut zum Entfernen von alten Farben, Lacken und Rostanhaftungen.

 

Aluminium


Aluminium ist für seinen hohen Reinigungseffekt bekannt. Vorteilhaft ist, dass die relativ leichten Aluminiumkugeln auch bei dünnwandigen Materialien eingesetzt werden können, ohne dass diese durch den Druck sich verformen. Mit Aluminium können Sie ohne Materialversprödung sicher reinigen.

 

Glasperlen


Glasperlen sind im Gegensatz zu Glasgranulat rund und eigenen sich hervorragend für eine chemisch neutrale Oberflächenreinigung. Die Oberfläche wird nicht so tief angegriffen und auch die Sandstrahlanlage wird durch den Einsatz geschont. Glasperlen lassen sich gesundheitsunbedenklich verwenden.

 


Einweg- und Mehrwegstrahlgut


Viele stellen sich die Frage, ob ein Strahlmittel mehrfach verwendet werden kann. Bei einem Einwegstrahlgut wird davon ausgegangen, dass dieses nach dem Reinigungsprozess bzw. nach dem Aufsprühen auf zu reinigende Oberflächen kontaminiert ist und somit nicht weiterverwendet werden kann.

 

Es gibt aber auch Mehrwegstrahlgut, welches wiederholt eingesetzt werden kann. Dies ist aber nur in professionellen Strahlkammern möglich, wo das Strahlmittel nach dem Gebrauch wieder der Anlage zugeführt werden kann.

 

Normalerweise lässt sich beim Nassstrahlen ein Mehrwegstrahlgut nicht wiederverwenden. Wenn es auf die Oberfläche aufgesprüht wird, geschieht dies meist draußen. Ein Auffangen ist dort kaum möglich.

 

Wenn Sie mit Ihrem Hochdruckreiniger dennoch in einer abgeschotteten Kammer sandstrahlen, dann können Sie aber das Material wieder zusammenfegen. 

 

Eigentlich kann jedes Strahlgut wiederverwendet werden, solange es keine anderen Materialien „aufnimmt“

 

Mithilfe eines Siebes, welches der passenden Strahlmittelkörnung entspricht, können Sie ein Mehrstrahlgut erneut nutzen. Vorteilhaft ist in diesem Fall eine gröbere Körnung zu verwenden. Bei jedem Sandstrahlen verringert sich der Durchmesser. So erhalten Sie aus einer groben Körnung mit der Zeit eine feinere Körnung.

 


Anwendungsgebiete: Hochdruckreiniger Sandstrahlen


Nassstrahlen mit einem Hochdruckreiniger wird meist dann eingesetzt, wenn Oberflächen von Rost und alten Farbresten befreit werden müssen. Sie können damit aber auch Fassaden und Mauern effizient säubern. Vielleicht müssen Sie ja auch eine Außenwand von Graffiti befreien.

 

Für eine effiziente Reinigung sollten Sie auf die Leistung Ihres Hochdruckreinigers, aber auch auf das verwendete Strahlmittel achten. Da beim Nassstrahlen der Untergrund nicht so stark beschädigt wird, wie beim Trockensandstrahlen, können Sie beispielsweise auch Motoren, Anlagen bis hin zu Fahrrädern damit optimal reinigen.

 

Sie sollten jedoch immer darauf achten, dass in diesem Fall ein rundes bzw. abgerundetes Strahlmittel eingesetzt wird. Dieses raut die Oberfläche nicht allzu tief auf. Natürlich können Sie damit auch Ihre Terrasse zuverlässig reinigen.

 

Nasssandstrahlen wird überall dort eingesetzt, wo normale Hochdruckreiniger an Ihre Grenzen stoßen.

 

Dies ist immer dann angebracht, wenn mit dem harten Wasserstrahl Ihres Hochdruckreinigers keine ausreichende Reinigung möglich ist. Ein weiterer Anwendungszweck ist das Entfernen von Schimmel. Selbst an schwer zugänglichen Stellen können diese Schadstoffe an Wänden und Decken beseitigt werden.

 


Sandstrahlen VS Nassstrahlen


 

Wenn Sie beispielsweise Rost oder andere starkhaftende Verunreinigungen von Oberflächen befreien möchten, reicht in aller Regel ein herkömmlicher Hochdruckreiniger mit Wasserstrahl nicht aus. Die effektivste Methode ist das Sandstrahlen. Die Vorgehensweise ist dabei recht einfach.

 

Beim Sandstrahlen wird ein spezielles Strahlgut mit hohem Druck auf die zu bearbeitende Fläche gesprüht. Durch den Druck sorgt das Strahlgut für eine ausreichende Reibung auf der Oberfläche, sodass diese danach absolut sauber ist.

 

Für Hochdruckreiniger wird zum Beispiel Granatsand eingesetzt. Dieser schmirgelt, ähnlich wie ein manuell bewegtes Schleifpapier, die Oberfläche glatt und sauber.

Zum Sandstrahlen wird nur solch eine Pistole und ein Hochdruckreingier benötigt. Zum Nasssandstrahlen ein Aufsatz und einen Hochdruckreiniger.

 

Für das klassische Sandstrahlen wird ein Kompressor und ein Sandstrahlgerät benötigt. Das Strahlmittel wird mithilfe einer Sandstrahlpistole als Schleifmittel auf die Oberfläche transportiert. Die Stärke der Auftrittskraft und letztlich das Sandstrahlergebnis ist wiederum vom Arbeitsdruck abhängig. Beim Sandstrahlen kann eine hohe Staubbelastung auftreten.

 

Eine andere Alternative stellt das Nassstrahlen dar. Hierfür können Sie einen herkömmlichen Hochdruckreiniger verwenden, der über einen Sandstrahlvorsatz verfügt. Das eigentliche Strahlmittel wird mithilfe des Wasserdrucks auf die Materialoberfläche transportiert. Dabei ist die Aufprallkraft des Strahl- und Schleifmittels wesentlich geringer als bei einem druckluftbetriebenen Sandstrahlgerät.

 

Vorteilhaft durch das Nassstrahlen ist, dass hierbei so gut wie keine Staubentwicklung entsteht. Zudem wird durch den geringeren Arbeitsdruck die Materialoberfläche nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch wenn das Reinigungsergebnis etwas geringer ausfällt, kann damit ein schonenderes Reinigen erreicht werden. Beachten sollten Sie aber auch, dass das Entfernen von nassem Strahlmittel etwas aufwändiger ist.

 


Benötigte Schutzausrüstung: Hochdruckreiniger Sandstrahlen


Das Strahlmittel wird auch mit einem Hochdruckreiniger mit sehr hohem Wasserdruck aus der Düse geschleudert. Von daher können die kleinen Partikel auf die Haut oder in die Augen gelangen. Mögliche Verletzungen sind in diesem Fall nicht ausgeschlossen.

 

Damit Sie gut gerüstet Ihren Hochdruckreiniger zum Sandstrahlen einsetzen können, empfehlen wir Ihnen eine Schutzbrille und Arbeitshandschuhe.

 

Wenn Sie darüber hinaus noch schädliche Stoffe, wie zum Beispiel Schimmel, entfernen möchten, dann sollten Sie zusätzlich noch eine Atemschutzmaske, wie zum Beispiel eine FFP2-Maske tragen.

Die wichtigste Sicherheitsausrüstung beim Sandstrahlen ist die Schutzbrille.


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